Zugvögel

Zweimal jährlich ist auf Sylt ein einzigartiges Naturschauspiel zu beobachten - der Vogelzug. Im Frühjahr und Herbst können wir große „Wolken“ von Zugvögeln rund um Sylt sehen. Tausende von Vögeln können sich in einem Schwarm dicht an dicht bewegen. Manche dieser Tiere, wie Knutt oder Pfuhlschnepfe, haben im Frühjahrszug einen langen Weg hinter sich. Sie kommen aus Ihren Winterquartieren in Mauretanien oder Südafrika und landen nach einem einige Tage dauernden Non-Stop-Flug bei uns im Wattenmeer. Hier nehmen die geschwächten Tiere Nahrung auf, um ihre Energiereserven zu erneuern. Sie finden diese bei Niedrigwasser auf den Wattflächen, wo sie mit ihren langen Schnäbeln nach kleinen Muscheln, Schnecken, Krebsen oder Würmern stochern. Nach einigen Wochen ist das Schauspiel vorbei. Die Zugvögel sind weiter gezogen, Richtung Norden, in ihre Brutgebiete. Doch am Ende des Sommers werden sie wiederkommen, um hier abermals einen Zwischenstopp einzulegen und „aufzutanken“, bevor es weiter geht nach Süden.

Wo sind diese Tiere, wenn der Sturm über die Insel fegt, das Wasser auf den Strand peitscht und der Sand aufgewirbelt über den Strand weht? Haben die Zugvögel Feinde?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Erlebniszentrum Naturgewalten auf den Grund. Welche Anpassungsstrategien finden wir bei den Tieren und wie kommen sie in ihrem Lebensraum zurecht? Sie werden schnell eines feststellen: Sylt und das Wattenmeer sind eine Landschaft für Überlebenskünstler!