
Robben und Wale
Kegelrobben
Bis vor etwa 1000 Jahren gab es in der Nordsee mehr Kegelrobben als Seehunde. Jahrhunderte lang wurden vor allem die Jungtiere wegen ihres Pelzes gejagt und die Art fast ausgerottet. Dank verschiedener Naturschutzmaßnahmen konnten im Jahr 2005 im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer wieder ca. 150 Kegelrobben gezählt werden. Im gesamten Wattenmeer leben etwa 1.700 Tiere.
Seehunde
In den Jahren 1988 und 2002 gab es große Seehundsterben durch einen Staupevirus. Dennoch ist der Seehundsbestand durch Jagdverbot und Schutzzonen kräftig angewachsen. 2005 wurden im gesamten Wattenmeer 14.275 Tiere gezählt.
Wie unterscheiden sich Kegelrobben und Seehunde?
Kegelrobben sind größer und auch schwerer als Seehunde. Ein Kegelrobbenmännchen kann bis zu 2,30 m lang werden und bis zu 300 kg wiegen. Das Seehundmännchen kann dagegen nur bis zu 1,80 m lang und bis zu 100 kg schwer werden. Man kann sie äußerlich an der Kopfform unterscheiden: Seehunde haben einen runden Kopf und Kegelrobben einen kegelförmigen, der ihnen ihren Namen gibt. Das Fell der Seehunde ist silber- bis dunkelgrau. Kegelrobben haben ein geflecktes Fell: Männchen haben helle Flecken, Weibchen dunkle.
Schweinswale
Der Schweinswal ist heute der einzige in der Nordsee heimische Wal. In den Sommermonaten kommen die Jungen zur Welt und werden dann gut sieben Monate gesäugt. Das Gebiet westlich vor Sylt und Amrum stellt für die Wale ein wichtiges Aufzuchtgebiet dar. Da sie etwa alle fünf Minuten zum Luft holen an die Wasseroberfläche kommen, kann man sie gut vom Strand aus beobachten. Der Schweinswal ist mit gerade 1,80 m Körperlänge und 60-90 kg Gewicht ein sehr kleiner Wal.
Durch zunehmende Verschmutzung und Fischerei ist dieser Kleinwal gefährdet. Seit 1999 besteht ein Walschutzgebiet, das direkt an Sylt anschließt. Man weiß jedoch, dass die Tiere in einem weitaus größeren Gebiet leben. Die Partner des Erlebniszentrums setzen sich daher für eine Ausweitung der Meeresschutzgebiete ein.
